Quartier Rübenkamp

Quartier Rübenkamp.

Das ruhige Wohnviertel in Ohlsdorf zwischen Rübenkamp, Fuhlsbüttler Straße, Hebebrandstraße und Sommerkamp wurde im August 2014 zum Piloten unserer damals neuen Form der Quartiersentwicklung. Hier leben ca. 8.000 Menschen, davon ungefähr 2.000 in derzeit rund 900 Wohnungen unserer Genossenschaft.

Seit dem ist es uns gelungen, wichtige Strukturen zu schaffen und Erfahrungen zu sammeln, um eine dienstleistungsorientierte und nachbarschaftliche Versorgungsstruktur im Quartier Rübenkamp aufzubauen. Hieran haben auch die Bewohnerinnen und Bewohner nachhaltig mitgewirkt – von der baulichen Planung der neu entstehenden Wohngebäude bis zu kulturellen und sozialen Angeboten.

Durch das aktive Engagement der Bewohner werden Nachbarschaften und Quartiere dauerhaft lebendig und damit lebenswerter. Im Quartier Rübenkamp finden bereits zahlreiche Aktivitäten mit und für die Nachbarschaft statt. Unser Quartiersmanager Michael Foerster koordiniert und fördert diese vor Ort. Das Gemeinschaftshaus unserer Genossenschaft ist dabei der Mittelpunkt des Quartiers - hier begegnen sich Jung und Alt bei Quartiersfesten, beim gemeinsamen Kaffeetrinken, sportlichen Aktivitäten wie Tischtennis oder Qigong, Computer-Abenden oder in der Fahrradwerkstatt.

Mit der Martha Stiftung haben wir im Rübenkamp einen kompetenten Kooperationspartner in Sachen Pflege an unserer Seite. Einmal wöchentlich bietet die Martha Stiftung in einer Beratungsstelle eine Sprechstunde an. Die Stiftung berät unsere Quartiersbewohner - vor allem Senioren und deren Angehörige - bei Fragen rund um die Themen Medizin, Pflege, Umgang mit Anträgen und Behörden oder der Organisation von häuslichen Pflegeleistungen. Auch im Hinblick auf persönliche Vorsorge (Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung) ist die Martha Stiftung behilflich. Weitere Dienstleistungen wie z. B. geliefertes Essen, Hilfe im Haushalt oder ambulante Pflege können organisiert werden.

Darauf aufbauend und nach wie vor unter Einbezug der dort lebenden Menschen setzen wir die Entwicklung des Quartiers Rübenkamp fort und können hierbei nicht nur auf eigene Kräfte setzen. Denn seit Mai 2016 sind wir Partner des innovativen EU-geförderten Projekts „AGQua – Aktive und gesunde Quartiere“. Und das genossenschaftliche Quartier Rübenkamp wurde im Rahmen dieses Projekts zu einem Musterquartier.

Im Projekt AGQua wollen wir mit unseren Partnern Anreize und Angebote für mehr körperliche und soziale Aktivität von älteren und gesundheitlich eingeschränkten Menschen schaffen. Ebenso sollen Barrieren für körperliche und soziale Aktivität reduziert werden. Das übergeordnete Ziel ist es, positiv zu einer gesundheitlichen Prävention und einer Gesundheitsförderung beizutragen. Denn wer aktiv ist, bleibt häufig auch länger gesund und damit auch länger selbstständig in seiner eigenen Wohnung.

Um mehr Anreize und Angebote für körperliche und soziale Aktivität zu schaffen und Barrieren dafür zu reduzieren, wird von den Projektpartnern an der dafür nötigen Infrastruktur in Form von Wohnraum und Technik gearbeitet, es werden passende Dienstleistungen entwickelt bzw. erprobt und das aktive Miteinander und freiwillige Engagement von Bewohnerinnen und Bewohnern vor Ort wird gezielt befördert. All dies wird dann dem Quartier Rübenkamp zugutekommen bzw. direkt vor Ort entwickelt und erprobt.

Zum Beispiel legen wir – als Vertreter der Wohnungswirtschaft – in 12 entstehenden barrierearmen Neubauwohnungen die bautechnischen Grundlagen, damit anschließend technische Assistenzsysteme darauf aufgesetzt werden können. Dazu gehört vor allem eine weiterreichende Elektroinstallation in Form umfänglicherer Stromleitungen und bestimmter Sende- und Empfangsmodule, die über Funk ansteuerbar sind (z. B. damit ein Fußbodenbelag bei einem Sturz darauf überhaupt einen automatischen Notruf aussenden kann, ein Fenster per Fernbedienung geöffnet oder geschlossen werden kann oder ein Präsenzmelder funktioniert, der feststellt, dass niemand mehr in der Wohnung ist und dann im Zweifel das Licht und den Herd ausschaltet). Des Weiteren statten wir die Hauseingänge in unseren Neubauten mit digitalen schwarzen Brettern aus, damit die Bewohnerinnen und Bewohner besser informiert werden können. Auch an einem zentralen öffentlichen Platz im Quartier soll eines installiert werden.

Zum anderen wirken alle interessierten Quartiersbewohner selbst am Projekt mit: Z. B. kann jeder, der möchte, die im Projekt zum Einsatz kommenden mobilen technischen Lösungen nutzen. Das freiwillige Engagement wird mit einem digitalen Nachbarschafts-Netzwerk befördert. Dafür wurde eine App entwickelt, in der sich Quartiersbewohnerinnen und -bewohner alltägliche Unterstützung anbieten oder um Hilfe fragen können. Als gesundheitsfördernde elektronische Angebote sollen außerdem z. B. eine Smartphone-App zur Unterstützung der Arzt-Patienten-Beziehung und zur Vitaldatenmessung im Quartier angeboten und erprobt werden. Diese sogenannten eHealth-Applikationen können gezielt dazu anregen und es erleichtern, sich körperlich zu betätigen.

Das Projekt "AGQua - Aktive und Gesunde Quartiere Uhlenhorst und Rübenkamp" wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert.

Mehr über das Projekt "AGQua" erfahren Sie hier.

Mehr über unsere Neubauaktivitäten im Quartier erfahren Sie hier.