Zahl der Baugenehmigungen steigt so stark wie seit 2016 nicht mehr

Die Zahl der Baugenehmigungen legte bundesweit während des ersten Halbjahres 2026 deutlich zu. Wie das Statische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Neu- und Bestandsgebäuden zwischen Januar und Juli 2026 auf 148.800 Wohnungen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Anstieg um 13 Prozent oder 17.000 Wohnungen. In neu zu errichtenden Gebäuden wurden von Januar bis Juli 2026 rund 121.200 Wohnungen genehmigt. Im Segment der Einfamilienhäuser war ebenfalls ein Zuwachs zu verzeichnen. Hier stieg die Zahl der Baugenehmigungen um fast zehn Prozent auf 27.900. 

Insgesamt war es der stärkste Anstieg an Baugenehmigungen innerhalb eines ersten Halbjahres seit dem ersten Halbjahr 2016. Die Anzahl erteilter Baugenehmigungen ist der aussagekräftigste Indikator für den Kampf gegen Wohnungsmangel und steigende Mieten. 

Es ist daher grundsätzlich mit einer anziehenden Bautätigkeit zu rechnen. Allerdings befürchten Experten, dass die gestiegenen Energiekosten und höhere Zinsen für Immobilienkredite dem Aufschwung im Wohnungsbau auf Sicht einen Dämpfer verpassen könnten.    Foto: ChatGPT