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Schiffszimmerer-Genossenschaft eröffnet ihre erste Demenz-Wohngemeinschaft in Kooperation mit der Martha-Stiftung

Symbolische Schlüsselübergabe: Vorstand Thomas Speeth, Sabine Brahms aus dem Quartiers- und Freiwilligenmanagement, Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks, Präses der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, sowie Wolfgang Janzen von der Martha Stiftung (v.r.n.l.)

Die Allgemeine Deutsche Schiffszimmerer-Genossenschaft eG hat am 9. Januar 2019 ihre erste Wohngemeinschaft für Menschen mit einer demenziellen Erkrankung eröffnet. In ihrem Neubau am Spannskamp im Quartier Stellingen bietet die Wohnungsbaugenossenschaft gemeinsam mit dem Kooperationspartner Martha Stiftung ein neues Zuhause für neun pflegebedürftige Menschen an.

Das Konzept der Wohn-Pflege-Gemeinschaft bietet Menschen mit starken kognitiven Einschränkungen die Chance auf ein Leben in einer häuslichen Gemeinschaft. Trotz ihrer Beeinträchtigung leben sie dort selbstbestimmt. Sie führen einen gemeinsamen Haushalt und nutzen Küche und Wohnzimmer gemeinsam. Sie können sich aber auch zurückziehen, denn jedes WG-Mitglied hat ein eigenes Zimmer mit Bad und eigenen Möbeln. Die Angehörigen werden eingebunden, bei der Betreuung jedoch entlastet.

Die Bewohner sind in guten Händen:

Professionelles Pflegepersonal kümmert sich um sie. Rund um die Uhr werden sie von einem ambulanten Pflegedienst betreut, den die Angehörigen selbst auswählen. Als Pflegedienst wird sich die Ambulante Pflege St. Markus in der Martha Stiftung der Angehörigengruppe anbieten. Die Diagnose einer demenziellen Erkrankung ist Voraussetzung für den Anspruch auf einen Platz.

Die Bewohner werden im Hinblick auf ihre Bedarfe unterstützt und gefördert. Sie werden durch ihren Alltag begleitet, damit ein strukturierter Tagesablauf ihnen Orientierung bietet. Sie erledigen nach Möglichkeit alltägliche Dinge im Haushalt wie Waschen und Nähen, sie gehen einkaufen, kochen und essen gemeinsam. Auch Freizeitaktivitäten wie Gedächtnistraining oder Gymnastik kommen nicht zu kurz. In einer familienähnlichen Struktur führen die Bewohner trotz ihrer Beeinträchtigung durch die demenzielle Erkrankung weiterhin einen relativ „normalen“ Alltag, den sie selbst mitgestalten können.

Weitere besondere Wohnformen:

Außer der beschriebenen Wohngemeinschaft für Menschen mit demenzieller Erkrankung bietet die Schiffszimmerer-Genossenschaft am Spannskamp in Stellingen eine Vierer-Wohn-Pflege-Gemeinschaft für Menschen mit Pflegebedarf, die keine geistig-seelischen Einschränkungen haben. Darüber hinaus wird es eine Pflegewohnung auf Zeit geben.

Thomas Speeth, Vorstand der Schiffszimmerer-Genossenschaft sagt: „Unsere Mitglieder erwarten eine hohe Lebensqualität über alle Generationen hinweg. Ihrem Anspruch auf Inklusion werden wir gerecht, indem wir einen Mix an Angeboten bereitstellen. Wir haben große Wohnungen für Familien, gründen Pflege-WGs für Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen und kooperieren mit sozialen Dienstleistern. In unseren Neubauten richten wir Gemeinschaftsräume ein. Wir bieten Wohnen für alle.“

Die Martha Stiftung:

Die Martha Stiftung wird für alle neue Wohnformen Vermieter und gleichzeitig Anbieter pflegerischer und hauswirtschaftlicher Dienstleistungen sein. Die Stiftung bietet an 30 Standorten in Hamburg Angebote für Senioren, Menschen mit Behinderung, suchtkranke und suchtgefährdete Menschen. Mit 850 Mitarbeitenden gehört die Martha Stiftung zu den größten Arbeitgebern Hamburgs.